Medizinische Kompetenz für Kinder

Das Team von TajikAid

Operationen als Kernaufgabe des Teams vor Ort
Operationen als Kernaufgabe des Teams vor Ort

Im humanitär-medizinischen Einsatz sind es die Menschen, die Gutes bewirken. Sie müssen ihre persönlichen Interessen zurückstellen und sich einbringen in den Prozess des Heilens und Helfens – meist unter schwierigsten Bedingungen. Das ist bei TajikAid nicht anders. Das hochqualifizierte Team um Projektleiter Dr. Martin Kamp besteht aus Kieferchirurgen, Narkoseärzten, OP-Schwestern, Pflegern, Kieferorthopäden, HNO-Ärzten sowie einer Sprachtherapeutin. Seit Projektbeginn 2009 sind diese Spezialisten unzählige Male nach Tadschikistan gereist. So konnten bislang weit über 1.000 Operationen durchgeführt werden.

Das Team in Tadschikistan:

  • Dr. med. Claudia Balczun, Narkoseärztin
  • Frank Barton, OP-Pfleger
  • Esther im Brahm, OP-Pflegerin
  • Dr. med. Nawaz Dostyar, Urologe und Übersetzer
  • Prof. Dr. med. Alexander Gaggl, Kieferchirurg
  • Dr. med. Renate Hendrix, Narkoseärztin
  • Shohona Huseinova, GIZ Mitarbeiterin Dushanbe
  • Dr. med. Martin Kamp, Hals-Nasen-Ohrenarzt
  • Dipl.-Päd. Caroline König, Sprachtherapeutin
  • Dr. med. Gennadij Londa, Kieferorthopäde
  • Prof. Dr. med. Christian Michel, Kieferchirurg
  • Dipl. Ing. (FH) Bernhard Nimbach, Ingenieur und Krankenhausplaner
  • Prof. Dr. med. Jürgen Petzel, Kieferchirurg
  • Dr. med. Christian Rippel, Kieferchirurg
  • Ute Sorg, OP-Pflegerin
  • Prof. Dr. med. Jochen Windfuhr, Hals-Nasen-Ohrenarzt

Dr. med. Martin Kamp

Dr. med Martin Kamp
Dr. med Martin Kamp

Dr. Kamp, Jg. 1969, ist Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. In seinem Heimatort Kempen am Niederrhein sowie in den Nachbargemeinden Krefeld-Hüls und Tönisvorst betreibt er ein HNO-Netzwerk mit insgesamt vier Praxen. Martin Kamp hat an der Universität Aachen (RWTH) Medizin studiert und dort über das Thema „CT- und MRT-Untersuchungen bei Mesenterialinfarkt“ promoviert. Seine Facharztausbildung hat Dr. Kamp an der HNO-Klinik Dominikus Krankenhaus Düsseldorf bei Dr. Detlef Grün absolviert. Seit 2004 ist Dr. Kamp in Kempen niedergelassen.

Dr. Kamp im Interview

Warum engagieren Sie und Ihre Mitstreiter von TajikAid sich in Tadschikistan?

Tadschikistan ist ein zerrissenes Land. Abgeschottet und schwer für den Fremden zu verstehen. Aber die Menschen sind überaus liebenswürdig und herzlich in ihrer Art. Sie strahlen wie alle Menschen auf der Welt, wenn ihnen unerwartet Gutes geschieht. Wir haben schnell gespürt, dass Dankbarkeit auch in diesem Teil der Welt ein Geschenk ist. Und genau das ist der Grund, weswegen wir uns in Tadschikistan engagieren. Aus dem ursprünglichen Gedanken des Jahres 2009, die dort tätigen Kollegen durch unser Engagement mit Ausbildung zu unterstützen, wurde inzwischen ein umfangreiches Projekt für bedürftige Kinder.

Was ist der Kern des medizinisch-humanitären Einsatzes?

Im Fokus steht das Krankheitsbild der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Hierfür gab es bislang in Tadschikistan kaum eine Therapiemöglichkeit. Anders als in medizinisch entwickelten Ländern mussten die Spalt-Kinder in Tadschikistan lebenslang mit dem Makel durchs Leben gehen. Das hat mir das Herz zerrissen.

Trägt sich die Station Karabolo mittlerweile aus eigener Kraft?

Aus meiner Betrachtung heraus: ja. Die Leitung ist stolz darauf, dass geschultes Personal die Patienten versorgen kann. Aus allen Teilen des Landes strömen Eltern in das Zentrum und lassen ihre Kinder mit der angeborenen Fehlbildung behandeln. Das macht uns stolz, ist aber auch Ansporn für weitere Anstrengungen.

Was sind die Gefahren für das Projekt?

Sobald etwas in Tadschikistan funktioniert, droht es vereinnahmt und missbraucht zu werden. Deshalb arbeiten wir eng mit Botschaft, Behörden, Ministerien, Politik und Regierung zusammen. So wächst Tag für Tag ein medizinisches Hilfswerk. Der Ruf von dessen Kompetenz hat sich wie ein Lauffeuer im Land verbreitet. Diesen guten Ruf gilt es zu schützen. Die Forschung, die Mediziner, die Studenten, die Offiziellen, ja auch die einfache Bevölkerung müssen begreifen, was dort passiert. Wir haben Kongresse geplant, um dieses Wissen zu vertiefen.

Weitere Teammitglieder

Bernhard Nimbach

Ingenieur Bernhard Nimbach in Karabolo
Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Nimbach

Bernhard Nimbach ist Dipl.-Ingenieur (FH), er lebt und arbeitet in München. Der Mitinhaber einer überregional operierenden Ingenieur- und Beratungsgesellschaft hat wesentlich zum mittlerweile hohen Standard der medizinisch-technischen Ausstattung von Karabolo Haus 2 und 9 beigetragen. Bernhard Nimbach plant und berät zum Thema nachhaltiges Bauen in Entwicklungsländern. Er ist regelmäßig in Duschanbe und kümmert sich u.a. um die Sauerstoffanlagen in Karabolo.

Spendenkonto

Kontoinhaber: Vision teilen e.V.
Kennwort: TajikAid
IBAN: DE63 3205 0000 0002 8749 64
BIC: SPKRDE33XXX
Sparkasse Krefeld

Kontakt

TajikAid c/o Vision:teilen e.V.
Dr. med. Martin Kamp (Projektleitung)
Schirmerstr. 27
40221 Düsseldorf · Germany

Telefon: +49 (0)211 - 668 3373
Telefax: +49 (0)211 - 1780 8063
E-Mail: info@tajikaid.de