Es zählt nicht, wo wir geboren wurden -
sondern welche Unterstützung wir bekommen
"Tadschikistan ist arm - so arm, dass es für die Gesundheit seiner Einwohner kaum Sorge tragen kann. Krankheiten sind ein Armutsrisiko, behinderte Kinder erst recht. Oft werden sie in Heimen abgegeben - mit ungewisser Zukunft, denn der Familienanschluss ist überlebenswichtig in einem Land ohne Krankenversicherung und soziale Sicherungssysteme."
"Wir suchen diese Kinder - helfen ihnen die Behinderung zu überwinden und ein würdevolles Leben zu beginnen. Wir sind ein Ärzteteam, das seit zwei Jahren in Tadschikistan ehrenamtlich tätig ist. Bislang haben wir in über 200 Operationen die Schicksale der Patienten wenden können. Jeder Fall ist einzelnes Schicksal, ein eigene Geschichte und jeder Fall zählt."
Projektbeschreibung:
Hier erhalten Sie ausführliche
Informationen als
PDF.
Was bedeutet es "am Leben teilzunehmen?"
Es gibt Menschen, deren größter Wunsch es ist, normal essen, trinken und sprechen zu können, auszusehen wie jeder andere, nicht vor der Öffentlichkeit versteckt zu werden - einfach eine Perspektive im Leben zu haben. Es geht um Menschen mit Lippen Kiefer Gaumenspalten - einer Behinderung die man beheben kann. In Tadschikistan, einem Land mit bis zu 15.000 Einzelschicksalen dieser Art kann niemand diese Operation durchführen. Für die Betroffenen steht die Welt still.
Zwei Operationen für ein neues Leben. Der Gaumen ist offen und auch die Lippe - zwei Operationen sind notwendig, aber welche zuerst? Die Lippe? Aussehen wie jeder andere - endlich - das Stigma hinter sich lassen in einer Zweistundenoperation? Oder den Gaumen zuerst? Endlich trinken, schlucken, essen können? Wie entscheiden? Kommt die Chance je wieder aus 400 Wartenden ausgewählt zu werden? Kommt das Team überhaupt zurück? Die Welt gerät auf einmal in Bewegung.
"Fremde Menschen haben mich operiert, ich blicke ins helle Sonnenlicht, alles fühlt sich anders an, traue mich kaum in den Spiegel zu sehen, das Schlucken, das Sprechen, das Trinken - alles wird jetzt anders gehen, ungewohnt normal." Was für ein Tag, ein neues Leben beginnt - eins von mehreren an diesem heißen Septembertag in Duschanbe. Die Flure, Operationssäle und Zimmer sind voller Patienten, Kollegen, Menschen und alles scheint von Hoffnung beseelt. Die Welt ist in Bewegung.
Ein Land von dramatischer Schönheit & Armut
Der Zusammenbruch des Sowietreiches schuf Anfang der Neunziger Jahre neue Grenzen und Länder - so auch Tadschikistan. Der soziale, politische und wirtschaftliche Transformationsprozess ist in vollem Gange. Leben bedeutet dort improvisieren, nichts von oben erwarten, arbeitsfähige Männer zum Geldverdienen nach Russland schicken, essen was man selbst anbaut, kaum Schulen, kaum Ärzte, acht Kinder pro Familie, oft keinen Strom, kein Wasser und in langen Wintern oft abgeschnitten von der nächsten Stadt.
In seiner isolierten Hochgebirgslage und am Rande der viel beachteten Nachbarregion Afghanistan ist Tadschikistan in Vergessenheit geraten, gar im Schock erstarrt oder doch im Dornröschenschlaf? Tadschikistan ist reich - an dramatisch schöner Landschaft, wertvollen unerschlossenen Bodenschätzen, Wasserkraft und vor allem durch die Kultur, die Gastfreundschaft und Würde der Menschen die dort leben.
Alltägliche Katastrophen -
um die wir uns kümmern
Katastrophen kommen oft über Nacht und ziehen alle mediale und monitäre Aufmerksamkeit auf sich. Es gibt aber auch andere, sehr viel unspektakulärere Katastrophen: ein Kind wir geboren, gesund bis auf die Lippen und Gaumenspalte in Gesicht, kann kaum schlucken und hat bereits sieben Geschwister. Die Nachbarn halten dies für einen Fluch, das Kind wird versteckt oder meist in ein Kinderheim gegeben, im Alter von sechs Jahren steht es auf der Straße. Mit welcher Perspektive - in einem der ärmstem Länder der Welt?
Die ehrenamtliche Regie führt Dr. Martin Kamp, HNO Arzt. Das Team besteht aus Mund Kiefer Gesichtschirurgen, HNO, Narkose- und Kinderärzten sowie einer OP Schwester, multilingual, multireligiös. Seit 2009 haben wir rund 200 Operationen durchgeführt. Natürlich wollen wir allen helfen - deshalb ist ein Schwerpunkt die Ausbildung der tadschikischen Kollegen - damit sie das Schicksal ihres Landes selbst in die Hand nehmen können. Bitte unterstützen Sie uns dabei!
Bitte unterstützen Sie uns - jeder Euro hilft!
Dr. med. Martin Kamp, Projektleiter
Projektbeschreibung:
Hier erhalten Sie ausführliche
Informationen als
PDF.
Spenden über vision:teilen - eine franziskanische Initiative gegen Armut und Not e.V.
Stadtsparkasse Düsseldorf
Konto: 10179026
BLZ: 300 501 10